Ein Mensch kann verschwinden, ohne dass es auffällt.
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Ein Mann, der ein Zimmer mietet und nie ankommt. Ein Zimmer voller Kartons, die niemand packte. Und dreiundsiebzig Tagebücher, die auf jemanden warten, der sie nie abholt.
Zum ersten November wird Zimmer vierunddreißig neu vergeben – das letzte Zimmer im Westflügel, in dem vor knapp einem Jahr eine alte Frau gestorben ist. Der Vertrag ist unterschrieben, die Kaution überwiesen, vierunddreißig Umzugskartons stehen bereit.
Nur Hermann Kobelt, 81, kommt nicht.
Er kommt auch am nächsten Tag nicht. Niemand ruft an. Niemand fragt nach.
Als der Wacholderclub der Sache nachgeht, finden sie einen Mann, der seit Wochen tot in seiner eigenen Wohnung liegt – und ein Zimmer, das jemand unter seinem Namen gemietet hat, um an die Tagebücher zu kommen, die dort seit Monaten unberührt im Schrank stehen.
Dann wird ein zweiter Mann tot am Fuß einer stillgelegten Treppe gefunden.
Und Henny Sallwürk bemerkt etwas, das niemand sonst bemerkt: Seine Hände steckten noch in den Manteltaschen.
Ein Mensch, der stürzt, tut das nie.
Die Spur führt nach Verden, zu einer Frau, die seit Jahrzehnten mit dem Erbe ihrer eigenen Mutter lebt.
Für Henny, Bruno, Almut und Gerd wird daraus die leiseste und traurigste Wahrheit, die sie bislang aufgedeckt haben: Ein Mensch kann verschwinden, ohne dass es auffällt.
Der neunte Fall für den Wacholderclub – ein Cozy Crime aus der Lüneburger Heide. In sich abgeschlossen, ohne brutale Gewaltdarstellung, mit vier Ermittlern, die sich niemand ausgesucht hat.
Die Tat geschieht im Off. Keine Gewaltdarstellung auf der Seite, kein Blut, keine sexuelle Gewalt, niemals verletzte Kinder oder Tiere. Jeder Hinweis, der die Auflösung trägt, liegt vorher offen im Text – Mitraten ist ausdrücklich vorgesehen. Am Ende steht die Ordnung wieder, und es gibt keinen Cliffhanger.
Jeder Band ist in sich abgeschlossen. Zur Reihenfolge →