Ein Becher ohne Kanne. Und eine Frau, die siebzig Jahre lang schwieg.
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Eine Busreise zu einem Findlingsgarten. Ein Becher ohne Kanne. Und eine Frau, die siebzig Jahre lang die falsche Person schweigen ließ.
Hannelore Struck, sechsundsiebzig, bricht mitten in der Führung durch den Findlingsgarten zusammen und ist tot, bevor der Krankenwagen eintrifft. Ein natürlicher Tod, glaubt man zunächst – bis Henny Sallwürk bemerkt, dass neben der Toten ein Kaffeebecher steht, aber keine Thermoskanne, aus der er hätte gefüllt worden sein können.
Die Spur führt siebzig Jahre zurück, zu einem Scheunenbrand in Wietzenbeck im Sommer 1957, zu einem sieben Jahre alten Jungen, der starb, und zu einem Zeugen, der sein Leben lang schwieg.
Für Bruno bedeutet das diesmal, keine Tür zu öffnen, sondern einen Antrag zu stellen – ordentlich, mit Genehmigung, was ihn selbst am meisten überrascht. Für Almut bedeutet es, ein altes Klassenfoto neu zu lesen. Und für Henny bedeutet es, einen alten Mann zu verstehen, ohne ihm zu verzeihen, was er getan hat.
Als der Bewohnerbeirat beschließt, ausgerechnet den Grünen Salon zu schließen, in dem die vier all ihre Fälle gelöst haben, wird aus der Suche nach einem Mörder auch ein Kampf um den letzten Ort, der ihnen wirklich gehört.
Denn alte Leute sind unsichtbar. Man redet vor ihnen weiter.
Der sechste Fall für den Wacholderclub – ein Krimi aus der Lüneburger Heide. In sich abgeschlossen, ohne Gewaltdarstellung, mit vier Ermittlern, die sich niemand ausgesucht hat.
Die Tat geschieht im Off. Keine Gewaltdarstellung auf der Seite, kein Blut, keine sexuelle Gewalt, niemals verletzte Kinder oder Tiere. Jeder Hinweis, der die Auflösung trägt, liegt vorher offen im Text – Mitraten ist ausdrücklich vorgesehen. Am Ende steht die Ordnung wieder, und es gibt keinen Cliffhanger.
Jeder Band ist in sich abgeschlossen. Zur Reihenfolge →