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Der Wacholderclub

Die Reihenfolge der Bände

Zehn Fälle in der Lüneburger Heide, erzählt über zwei Jahre im Leben von vier Menschen, die eigentlich niemand mehr gefragt hat. Alle zehn Bände sind erschienen – hier stehen sie in der richtigen Reihenfolge.

Die kurze Antwort: Fang bei Band 1 an – musst du aber nicht.

Jeder Band ist ein abgeschlossener Fall mit eigener Auflösung, und keiner endet mit einem Cliffhanger. Du kannst also jederzeit einsteigen. Der Reihe nach zu lesen lohnt sich trotzdem: Die vier verändern sich über die Bände, ihre Konflikte tragen weiter, und im Hintergrund läuft eine zweite, leise Geschichte um den geplanten Verkauf des Guts.

Ein Mord zur Heideblüte – Der Wacholderclub Band 1 von Bendix Ahlers
Band 1

Ein Mord zur Heideblüte

Alte Leute sind unsichtbar. Das ist ein Fehler.

Beim Heideblütenfest stirbt der Vorsitzende des Heimatvereins. Herzversagen, sagt der Notarzt; der Mann war herzkrank, das wusste jeder. Henny sieht die Leiche zwanzig Sekunden lang und weiß, dass es Mord war. Aber sie ist die Neue aus Zimmer 12, sie geht am Stock, und die junge Kommissarin hört ihr höflich zu und schreibt nichts auf.

August · Der erste Fall
Der Tote im Bienengarten – Der Wacholderclub Band 2 von Bendix Ahlers
Band 2

Der Tote im Bienengarten

Die Stiche kamen zu spät. Der Mann war schon tot.

Der Imkerverein wird hundert Jahre alt. Am Morgen des Honigmarkts liegt Hilmar Bethge zwischen seinen Beuten, Gesicht und Hände übersät mit Stichen. Ein Unglück, sagt das Dorf. Diesmal glaubt Henny niemand – und zwar aus einem neuen Grund: Im September hatte sie recht. Jetzt, heißt es freundlich, sehe sie eben überall Morde.

Oktober · Der zweite Fall
Das letzte Zimmer im Westflügel – Der Wacholderclub Band 3 von Bendix Ahlers
Band 3

Das letzte Zimmer im Westflügel

Achtundachtzig Jahre alt, im Schlaf gestorben. Und jemand hatte vorher aufgeräumt.

Der Adventskranz hängt schon, als Margarethe Sundermann aus Zimmer 34 nicht zum Frühstück kommt. Bekannte Herzschwäche, kein Befund, keine Obduktion. Zum ersten Mal in vierzig Jahren Rechtsmedizin hat Henny nichts in der Hand – nur drei Dinge, die zu ordentlich sind, und ein Tagebuch, das fehlt. Diesmal ermittelt der Club im eigenen Haus.

Advent · Der dritte Fall
Stille Nacht am Wacholderhof – Der Wacholderclub Band 4 von Bendix Ahlers
Band 4

Stille Nacht am Wacholderhof

Im Schnee liegt genau eine Spur. Sie führt hin und nicht weg.

Ein Sturm schneidet das Gut an Heiligabend vom Dorf ab. Zweiundfünfzig Menschen, die nicht wegkommen. Am ersten Weihnachtsfeiertag liegt einer von ihnen im Innenhof unter dem Findling. Erfroren, sagt der Notarzt – eins Komma neun Promille bei minus elf Grad. Nur hat es die ganze Nacht geschneit, und deshalb kann diese eine Spur nicht sein, was sie zu sein scheint.

Weihnachten · Der vierte Fall
Tod im Torfmoor – Der Wacholderclub Band 5 von Bendix Ahlers
Band 5

Tod im Torfmoor

Das Moor gibt einen Toten von 1987 frei. Die Zeugen von damals wohnen heute im Wacholderhof.

Bei Renaturierungsarbeiten legt ein Bagger in zwei Metern Tiefe eine Leiche frei, vom Moor konserviert, mit der Armbanduhr am Handgelenk. Vierzig Jahre hat niemand ernsthaft nach Jorik Ahlgrimm gesucht. Diesmal sind die vier nicht im Vorteil, weil niemand sie beachtet – sondern weil sie die Einzigen sind, die sich noch erinnern. Und Bruno erkennt die Uhr.

März · Der fünfte Fall
Die Tote im Findlingsgarten – Der Wacholderclub Band 6 von Bendix Ahlers
Band 6

Die Tote im Findlingsgarten

Ein Becher ohne Kanne. Und eine Frau, die siebzig Jahre lang schwieg.

Hannelore Struck bricht mitten in der Führung durch den Findlingsgarten zusammen und ist tot, bevor der Krankenwagen eintrifft. Ein natürlicher Tod, glaubt man – bis Henny bemerkt, dass neben der Toten ein Kaffeebecher steht, aber keine Kanne, aus der er hätte gefüllt worden sein können. Die Spur führt siebzig Jahre zurück.

Mai · Der sechste Fall
Was der Imker verschwieg – Der Wacholderclub Band 7 von Bendix Ahlers
Band 7

Was der Imker verschwieg

Niemand, der eingeschlossen ist, schaltet das Licht selbst aus.

Kurz vor der Jahreshauptversammlung kündigt der Kassenwart der Feuerwehr an, er habe etwas mitzuteilen, das alle betrifft. Am Morgen nach dem Schützenfest wird er im Kühlraum gefunden. Ein Unglück, sagt jeder – bis Henny bemerkt, dass das Licht ausgeschaltet war. Die Spur führt zurück zu einem Betrug, aus dem längst etwas Gutes geworden ist.

Hochsommer · Der siebte Fall
Mord auf der Schafweide – Der Wacholderclub Band 8 von Bendix Ahlers
Band 8

Mord auf der Schafweide

Ein arbeitender Hund verlässt seine Aufgabe nicht von selbst.

Wilfried Rohde, Schäfer in dritter Generation, wird am Morgen zwischen Tränketrog und Gatter gefunden. Ein Unglück, sagt jeder – bis Henny bemerkt, dass seine Hündin zum Zeitpunkt des Sturzes nicht bei ihm war, sondern die Herde hundert Meter entfernt hielt. Ein arbeitender Hund tut das nicht ohne Kommando.

Herbst · Der achte Fall
Der Gast, der nie ankam – Der Wacholderclub Band 9 von Bendix Ahlers
Band 9

Der Gast, der nie ankam

Ein Mensch kann verschwinden, ohne dass es auffällt.

Zum ersten November wird Zimmer vierunddreißig neu vergeben. Der Vertrag ist unterschrieben, die Kaution überwiesen, vierunddreißig Umzugskartons stehen bereit. Nur Hermann Kobelt, 81, kommt nicht. Er kommt auch am nächsten Tag nicht. Niemand ruft an. Niemand fragt nach.

November · Der neunte Fall
Der letzte Sommer der Heide – Der Wacholderclub Band 10 von Bendix Ahlers
Band 10

Der letzte Sommer der Heide

Manchmal kostet ein einziger, zu sicherer Satz einem Menschen ein halbes Leben.

Am Abend des Heideblütenfests wird Gesine Rethberg-Ahlborn tot in der Heide gefunden. Ein Wespenstich, ein allergischer Schock – ein Unglück, wie es jedes Jahr passiert. Bis Henny die Lesebrille sieht. Die Spur führt zurück ins Jahr 1994, zu einem Gutachten, das Henny selbst unterschrieben hat.

Das Finale · Der zehnte Fall

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Noch drei Fragen zur Reihenfolge

Muss ich der Reihe nach lesen?

Nein. Jeder Band ist ein abgeschlossener Fall mit eigener Auflösung, und keiner endet mit einem Cliffhanger. Wer die vier von Anfang an begleiten will, liest trotzdem besser der Reihe nach – ihre Konflikte tragen von Band zu Band weiter.

Gibt es einen übergreifenden Handlungsbogen?

Ja, einen leisen. Über die Bände hinweg wird sichtbar, dass Gut Wacholderhof verkauft werden soll. In den ersten Bänden sind das beiläufige Erwähnungen – ein Brief, ein Besichtigungstermin, ein Gerücht. In Der letzte Sommer der Heide läuft alles zusammen. Wer nur einen einzelnen Band liest, versteht trotzdem alles. Wer alle liest, bekommt eine zweite Geschichte dazu.

Welcher Band eignet sich als Geschenk?

Stille Nacht am Wacholderhof spielt zwischen Heiligabend und dem 29. Dezember und ist der Weihnachtsband der Reihe. Wer im Advent liest, ist mit Das letzte Zimmer im Westflügel gut bedient. Beide funktionieren ohne Vorkenntnisse.