Das Moor gibt einen Toten von 1987 frei. Die Zeugen von damals wohnen heute im Wacholderhof.
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Ein Toter aus dem Jahr 1987. Und vier Ermittler, die als Einzige noch wissen, wie es damals war.
Bei Renaturierungsarbeiten im Wietzenbecker Torfmoor legt ein Bagger in zwei Metern Tiefe eine Leiche frei. Vom sauren Moorwasser konserviert, die Kleidung erhalten, die Armbanduhr noch am Handgelenk. Die Identifizierung dauert drei Wochen: Jorik Ahlgrimm, dreiundzwanzig Jahre alt, Landarbeiter aus Wietzenbeck, verschwunden am 15. September 1987.
Damals hieß es, er sei nach Hamburg gegangen. Es hat nie jemand ernsthaft gesucht.
Diesmal sind die vier nicht im Vorteil, weil niemand sie beachtet. Sie sind im Vorteil, weil sie die Einzigen sind, die sich noch erinnern. Almut hatte Jorik in der Grundschule und hat 1987 nicht geglaubt, dass er ohne ein Wort weggeht. Gerd weiß aus vierzig Jahren Zustellung, wer nach 1987 jeden Monat einen Brief an eine Hamburger Adresse geschickt hat, der jedes Mal zurückkam.
Und Bruno erkennt auf dem Zeitungsfoto die Armbanduhr. Er kann nur erklären, woher – wenn er zugibt, was er vierzig Jahre lang war.
Denn alte Leute sind unsichtbar. Man redet vor ihnen weiter.
Der fünfte Fall für den Wacholderclub – ein Wohlfühlkrimi aus der Lüneburger Heide. In sich abgeschlossen, ohne Gewaltdarstellung, mit vier Ermittlern, die sich niemand ausgesucht hat.
Die Tat geschieht im Off. Keine Gewaltdarstellung auf der Seite, kein Blut, keine sexuelle Gewalt, niemals verletzte Kinder oder Tiere. Jeder Hinweis, der die Auflösung trägt, liegt vorher offen im Text – Mitraten ist ausdrücklich vorgesehen. Am Ende steht die Ordnung wieder, und es gibt keinen Cliffhanger.
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